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 Die andere Seite des Spiegels

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Sisilia
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BeitragThema: Die andere Seite des Spiegels   Do Nov 06, 2008 7:31 pm

Soll zwar irgendwann eine Fantasie geschiche werden, doch jetzt am Anfang ist es noch ein Krimi, weshalb ich es mal hier rein stelle.

Es soll der Anfang sein, ich weiß nicht, wie man das nennt... also so eine kurze Story, bevor die Hauptgeschichte beginnt. einfach zum neugierig machen. Na ja ist der erste Versuch...

Schwacher Nieselregen, der in dieser unwirklichen Frühsommernacht hier und da Nebelschleier erzeugte, hing wie eine feuchte Wand in der Luft. Seraphim lauschte den von den Hauswänden wiederhallenden schnellen Schritten und verfolgte die männliche Gestalt, welche diese verursachte.
Eine sehr lange Zeit hatte er schon nach ihm gesucht und nun, da er ihn endlich aufgespürt hatte, würde er ihn nicht wieder entkommen lassen. Er würde ihn fassen und wieder dahin zurück schicken, wohin er gehörte.
Mit gespannten Sinnen verfolgte er den Mann, welcher offensichtlich in die schmale Seitenstraße abgebogen war.
Doch mit einem Male wurde es ruhig und auch Seraphim blieb leise keuchend stehen. Angestrengt lauschte er in die plötzlich entstandene Stille hinein, wischte sich eine seiner vom Nieselregen feucht gewordenen Haarsträhnen aus dem Gesicht und ging, wobei er versuchte keine Geräusche zu verursachen, ein paar Schritte weiter. Schnell wurde ihm klar, dass er in einer Sackgasse, in einer Art Hinterhof gelandet war, von wo aus auch sein Schützling nicht mehr flüchten konnte. Er saß in der Falle.
„Es ist aus. Gib lieber gleich auf und komm heraus. Du ersparst uns dabei eine Menge Ärger!“, rief er mit seiner tiefen kräftigen Stimme in die Dunkelheit hinein und sah sich weiter suchend um.
Irgendwo musste er sein, er spürte seine Nähe förmlich. Dann nahm er schräg vor sich eine Bewegung wahr und seine Nackenhaare stellten sich warnend auf. Doch zu spät. Ohne Vorwarnung hechtete ein kleiner und doch sehr kräftiger Mann hinter einer dunklen Hauswand hervor und stürzte sich auf Seraphim.
Mit voller Wucht krachte der Kerl mit den weißblonden streichholzkurzen Haaren gegen ihn und stieß ihn keuchend zu Boden. Heftig schlugen beide auf den harten Untergrund, wobei dem schwarzhaarigen Jäger im ersten Moment die Luft wegblieb.
Doch instinktiv packte der Hüne seinen Angreifer und rollte sich mit ihm mehrmals über den nassen Pflastersteinboden, bis er schließlich auf ihm zu liegen kam.
„Ich warne dich zum letzten Mal, Rouly! Gib auf, du hast keine Chance. Das Spiel ist gelaufen!“, schrie er den Mann unter sich an. Doch dieser dachte nicht im Traum daran, schob seine Knie zwischen sich und Seraphim und stieß ihn mit voller Wucht von sich herunter. Heftig schlug er mit dem Rücken gegen die Hauswand hinter sich und stieß sich gleichzeitig seinen Kopf . Kurz schüttelte er benommen seine Kopf, doch dann fauchte er wütend auf, warf seine Hände mit einer halben Drehung nach vorn, so dass seine Handflächen nach oben deuteten und in dem gleichen Moment schossen weißblaue Kugelblitze aus seine Fingern hervor und trafen dem Mann, der gerade versucht hatte aufzustehen und davon zu laufen, voll in die Brust.
Mit einem Aufschrei wurde dieser jetzt nach hinten geschleudert und landete wieder rücklings auf der nassen Straße.
„Wann werdet ihr verdammten Idioten endlich einsehen, dass ihr es nie schaffen werdet“, zischte Seraphim jetzt und ging auf den Mann zu, der keuchend nach Atem rang.
Der Blick des Jägers war sehr wütend, während er gleichzeitig seinen Körper bis in die letzte Faser angespannt, vor dem Kerl stehen blieb und zu allem bereit war, sogar zum Töten. Er hatte seine Hände weiterhin in die Richtung des Mannes gerichtet.
Rouly sah ihm angsterfüllt entgegen und wagte nicht, auch nur einen Finger zu rühren, zu stark waren die Schmerzen eben gewesen, als die Magie ihn getroffen hatte.
„Was ... was hast du jetzt mit mir vor?“, fragte der Mann in seinem Maßanzug und sah ihn aus großen Augen und leicht zitternd an.
„Du weißt genau, was mit Leuten passiert, die ohne Erlaubnis den Spiegel überwinden. Du wirst vor Gericht gestellt und dann wird man dich ins Gefängnis stecken, dahin wo solche machtgierigen Menschen wie du auch hingehören“, antwortete Seraphim ihm wütend.

_________________
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Zuletzt von Sisilia am Do Nov 13, 2008 12:49 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Birgit Böckli
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BeitragThema: Re: Die andere Seite des Spiegels   Mi Nov 12, 2008 10:48 pm

Hallo Sil,
na, da passiert ja ordentlich was in deinem Text. Leider haben mich im Gegensatz zu den Texten, die ich sonst von dir kenne, die Sprache und die Dialoge nicht wirklich überzeugt. Hart schlug er auf dem hartem Asphalt auf. Sowas stört halt. Vor allem die Sätze wie "Das Spiel ist aus!"Sowas hört sich ein bißchen abgedroschen an, nach Jerry Cotton oder so. Die gesprochenen Passagen würde ich in jedem Fall nochmal überarbeiten und versuchen, was originelleres zu finden. Auch der Fenstersims, wenn du extra dazuschreiben mußt, daß der sich zufällig in Kopfhöhe befindet, hätte ich ihn lieber durch eine Mauer oder sonstwas ersetzt. Aber der Plot hört sich durchaus vielversprechend an.
Viele Grüße Birgit
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Sisilia
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BeitragThema: Re: Die andere Seite des Spiegels   Do Nov 13, 2008 12:55 am

Birgit Böckli schrieb:
Hallo Sil,
na, da passiert ja ordentlich was in deinem Text. Leider haben mich im Gegensatz zu den Texten, die ich sonst von dir kenne, die Sprache und die Dialoge nicht wirklich überzeugt.

Nun ja ... meine Idee war es deutlich rüber kommen zu lassen, dass Seraphim eben schon lange in dem Geschäft ist. Der Mann ist schon etwas älter, was man hier jetzt nicht erfährt, genauer gesagt, wird er 150 Jahre alt sein. Er war schon am Leben, als man noch eine andere "Sprache", gesprochen hat. Eben so abgedroschen wie in alten Krimis.. von daher ist es mir ja gelungen :lach:



Hart schlug er auf dem hartem Asphalt auf. Sowas stört halt.

Das ist ein schrecklicher Fout pas ... Hart ... hartem ... Embarassed klar das geht nicht!


Vor allem die Sätze wie "Das Spiel ist aus!"Sowas hört sich ein bißchen abgedroschen an, nach Jerry Cotton oder so.

Genau das sollte so sein ... siehe oben...



Die gesprochenen Passagen würde ich in jedem Fall nochmal überarbeiten und versuchen, was originelleres zu finden. Auch der Fenstersims, wenn du extra dazuschreiben mußt, daß der sich zufällig in Kopfhöhe befindet, hätte ich ihn lieber durch eine Mauer oder sonstwas ersetzt.

Den Fenstersims kann man weglassen. Hauptsache die Birne tut weh. What a Face


Aber der Plot hört sich durchaus vielversprechend an.


Danke


Viele Grüße Birgit

Danke für den Kommi

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BeitragThema: Re: Die andere Seite des Spiegels   Di Nov 18, 2008 8:55 pm

Also mit hat deine Geschcihte sehr gut gefallen, zu der angabe das du bisher bessere geschrieben hast aknn ich nichts sagen, ich hab isher nur diese gelesen cyclops . Ich fand das schon sher spannedn erzählt und dein Stil past wirklich sher zu dieser Geschichte, zusammengefaßt finde ich deine Story schon sher gelungen, besonders gut finde ich das man sich in den Jäger hineinversetzen kann und sich das Geschehen sehr gut vorstellen kann.
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