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 Kurzgeschichte Weihnachten

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Birgit Böckli
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BeitragThema: Kurzgeschichte Weihnachten   Mo Okt 20, 2008 1:13 pm

Gelöscht wegen Verlagsvertrag


Zuletzt von Birgit Böckli am Mi Sep 07, 2011 7:43 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Angie
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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Mo Okt 20, 2008 5:19 pm

Alles im allen finde ich ist das mal eine "Weihnachtsgeschichte" der anderen Art. Eben eine aus dem wahren Leben. An Weihnachten wird immer auf heile Welt in den Familien gemacht und kaum sind die Festtage herum geht das Gezeter von vorne los.
Ich finde die Story von der Grundgeschichte gut. Aber gerade am Ende fehlt mir irgendwie etwas.

Wenn ich das hier so richtig raus lese geht des hier um eine Ehe wo sie immer das Sagen hatte und er halt unter dem berühmten Pantoffel stand. Erst am ende hat er sich halt das erste mal durch gesetzt. irgendwie würde ich hier gerne noch etwas mehr erfahren.
War es das einzige mal das er sich durch gesetzt hat? Wie verlief das Fest? Hat wie ging die Frau mit der Situation um?

Und etwas mehr... Gefühl hätte ich schön gefunden. Wie waren seine Empfindungen als seine Frau auf einmal so Alt wirkte? Was ging ihn ihm vor als sie sagte "Was wird dein Vater wohl dazu sagen?"

Hoffe ich konnte dir was weiter helfen. Sind mal meine Laien Gedanken dazu Smile. Aber war schön zu lesen muss ich wirklich sagen.

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Sisilia
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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Mo Okt 20, 2008 8:35 pm

Weihnachten hatten wir, solange ich zurückdenken kann, als ein traditionelles Familienfest begangen. Doch so aufgeregt wie diesmal hatte ich meine Frau noch nie erlebt.
„Herrmann“, sagte sie und flatterte, in jeder Hand eine Kerze, an mir vorbei. „Was machen wir, wenn dieser Kerl wirklich kommt?“
„Unsinn“, versuchte ich, (Komma weg) sie zu beruhigen. „Sicher hat er meine Visitenkarte schon am selben Tag wieder verloren. Mach dich nicht verrückt.“
Mißmutig (Missmutig) sah ich zu, wie sie durchs Zimmer eilte, um das Lametta zu holen. Ich hatte es immer geliebt, wenn Annemarie gegen Abend den Baum schmückte. Heute nervte es mich. (Bisher hatte ich es immer geliebt, wenn Annemarie gegen Abend den Baum schmückte, doch heute nervte es mich.)
„Wie konntest du auch so etwas tun?“, fragte sie in ihrer schrillsten Tonlage. „Einen Obdachlosen zu uns einzuladen. Zu Heiligabend! Du mußt (musst) wahnsinnig gewesen sein.“
Die Kerzen schwankten bedrohlich in ihren Halterungen. Die oberste (Oberste) würde gleich herunterfallen. Unser schönes Wohnzimmer glich einem Schlachtfeld. (ich fände es besser aus den drei Sätzen einen zu machen: Die Kerzen schwankten bedrohlich in ihren Halterungen, die Oberste würde gleich herunterfallen und unser schönes Wohnzimmer glich einem Schlachtfeld. ) Seufzend betrachtete ich schließlich die unzähligen Kartons mit Krippenfiguren, Glaskugeln und Christbaumschmuck.
„Immerhin hat er unsere Tochter vor dem Ertrinken gerettet. Vergiß (Vergiss) das bitte nicht“, erklärte ich ihr.
Eigentlich stimmte das nicht ganz. Gut, er hatte Melanie rausgezogen, aber da war ich keine zehn Meter hinter ihm gewesen. Außerdem führte der Bach im Augenblick kaum Wasser. Einen Schnupfen hatte sie sich bei ihrer Entenjagd geholt. Doch diese Erkenntnis war mir leider viel zu spät gekommen. (Die Erkenntnis? Klingt komisch … vielleicht besser so etwas wie: Einen Schnupfen hatte sie sich bei ihrer Entenjagd geholt, doch daran hatte ich in dem Moment nicht gedacht.)
„Du hättest ihm Geld geben können“, fuhr Annemarie ungerührt fort. „Solche Leute brauchen immer Geld.“
Die Wahrheit war, genau das hatte ich tun wollen. Ich sah ihn noch immer genau vor mir, einen jungen bärtigen Mann in einem langen vergammelten / verlotterten Mantel.
Er sagte (Schließlich meinte er): „Wenn Sie sich bedanken wollen, dann tun Sie es doch einfach.“
Ließ mich mit meiner Geldbörse und meiner klitschnassen Tochter auf den Armen am Ufer stehen.
(Schließlich meinte er: „Wenn Sie sich bedanken wollen, dann tun Sie es doch einfach“ und ließ mich mit meiner Geldbörse und meiner klitschnassen Tochter auf den Armen am Ufer stehen.)
Ich stammelte (Stammelnd rief ich hinterher): „Aber es muß doch etwas geben, was ich für Sie tun kann.“
Auf seinem Gesicht entstand ein wohlwollendes Grinsen.
„Klar“, sagte (entgegnete) er. „Laden Sie mich doch zur Bescherung ein. Das wär was. Aber ich will Sie nicht überfordern. Nehmen sie Ihr Kind und bringen Sie’s nach Hause.“
Melanie schrie (brüllte / heulte - unter schreien hab ich immer was schrilles extrem lautes im Kopf ich nehme eher an, dass sie laut geweint hat, oder soll es wirklich in Richtung panisches Schreien gehen?) entsetzlich, (ich fände hier ein „und“ anstatt eines Kommas schöner) sie krallte sich an mir fest wie ein kleines Raubtier. Trotzdem – irgendwo in meinem Kopf hatte es klick! gemacht. Ich stellte sie auf die Füße und holte eine meiner Visitenkarten heraus. Drückte sie dem Jungen in die Hand. (Ich stellte meine Tochter auf ihre Füße, holte eine meiner Visitenkarten heraus und drückte sie dem Jungen in die Hand.)
„Kommen Sie“, sagte ich ganz ruhig. „Wir freuen uns.“

Mein Vater kam mit den Kindern aus der Kirche zurück. Noch so eine Tradition. Er bugsierte die beiden mit viel Geduld am Wohnzimmer vorbei nach oben.
„Wann essen wir denn?“, rief er meiner Frau zu, die endlich angefangen hatte, die restlichen Kartons einzusammeln. Ich schlich mich zum Baum, um die Kerzen geradezurücken (gerade zu rücken). (Unterdessen schlich ich mich zum Baum, um die Kerzen gerade zu rücken.)
„Dauert noch“, hörte ich Annemarie von der Kellertreppe aus rufen. Im nächsten Moment war sie auch schon wieder da, und die kleinen Funken in ihren Augen glühten heißer denn je.
„Hast du dabei auch mal an die Kinder gedacht?“, fragte sie mich. „Was werden die wohl denken, wenn dieser Penner …“
„Kurt“, sagte ich. „Er heißt Kurt.“
„Und dein Vater.“ Ihr Mundwinkel zuckte. „Was wird der dazu sagen?“
„Gibt es bald Essen?“, rief unser Großer in dem Augenblick von oben.
„Noch nicht, Schatz“, hörte ich Annemaries bemüht fröhliche Stimme. „Dein Vater erwartet noch einen Gast.“
„Onkel Hardy? Kommt Onkel Hardy zur Bescherung?“ Das war Melanie.
„Nein, Süße. Nicht Onkel Hardy.“ Sie ließ sich in den Sessel zurücksinken.
Im Licht der Stehlampe sah ich, wie alt sie auf einmal wirkte. Eine Haut wie Pergament, die sich unter der dünnen Schicht Schminke nicht verbergen ließ. Vielleicht lag es auch an der Beleuchtung. (Soll sie wirklich so aussehen, oder glaubt er nur, dass sie so aussieht? Wenn es nur so aussehen soll als ob, würde ich es anders schreiben, sieht sie aber echt so aus, dann lass es. Doch im Satz davor heißt es „auf einmal wirkte“,, was mir sagt, dass sie nur so wirkt aber es nicht ist. Doch der Satz danach kommt bei mir eine Feststellung an, dass es so ist. Ich würde es so schreiben: Ihre Haut wirkte wie Pergament, die…)
„Ich glaube, es geht gar nicht um diesen Mann“, sagte ich, weil mir das plötzlich in den Sinn kam. „Du kannst nicht verlieren, das ist alles. Zum ersten Mal in vierzehn Jahren Ehe geht es nicht nach deinem Kopf, und das erträgst du nicht. Es wäre ganz sicher etwas Anderes, wenn du ihn eingeladen hättest.“
Ich fühlte mich richtig gut, während ich sie mit meiner Analyse konfrontierte. Fühlte mich so lange gut, bis ich in ihr Gesicht sah. Es trug einen fremden Zug, der mir bisher nie an ihr aufgefallen war. Ich hätte schwören können, daß (dass) die Temperatur blitzartig im Zimmer fiel, während sie mich anstarrte.
„Ich hätte ihn nicht eingeladen!“, sagte sie. (beteuerte sie.) (ich würde nach dem „Ich“ noch drei Punkte setzten, um zu unterschreiben, dass sie ihn nicht eingeladen hätte: Ich … hätte ihn nicht eingeladen!“)
Wortlos ging ich in die Küche hinüber und holte den Eiersalat aus dem Kühlschrank, Teller, die guten Gläser. Meine Frau folgte mir wie ein Schatten.
„Was tust du da?“
„Er wird nicht kommen“, sagte ich. „Können wir jetzt endlich essen, (Komma streichen?) oder willst du Weihnachten dieses Jahr ausfallen lassen?“
„Du willst essen?“ Sie sah mich an, als hätte ich sie soeben dazu überreden wollen, einen Mord zu begehen.
„Ja“, sagte (antwortete) ich. „Es ist schon halb sieben. Ruf die Kinder.“
Als ich gerade zur Treppe gehen wollte, klingelte es zweimal kurz hintereinander an der Tür, und wir beide sahen uns erschrocken an.
„Mach nicht auf“, sagte ich leise. „Mach einfach nicht auf.“
„Wir haben Festbeleuchtung!“(Komma einfügen) brüllte Annemarie. „Jeder sieht, daß (dass) wir zuhause sind. Das hast du wirklich fein hingekriegt!“
Sie schlug die Hände vors Gesicht. Ihre Schultern zuckten, als ob sie weinte, aber ich wußte (wusste) , daß (dass) sie es nicht tat. Meine Frau hatte in all den Jahren nicht geweint.
Ich haßte (hasste) sie. In diesem Augenblick wurde mir klar, was dieses seltsame Gefühl in der Magengegend bedeutete, das mich so häufig überfiel, wenn wir zusammenwaren (zusammen waren). Ich sah in ihre Augen, die wie zwei dunkle Punkte in diesem bleichgeschminkten Gesicht ruhten, und wußte (wusste), daß (dass) sie genauso empfand. Unbeweglich standen wir vor der Schüssel mit Eiersalat und warteten auf ein weiteres Klingeln. Ich schielte nach unserem Abendessen, und zum ersten Mal fiel mir auf, daß (dass) ich Eiersalat noch nie gemocht hatte. Er war schleimig und fett, und Annemarie kippte jede Menge Erbsen hinein, obwohl sie wußte (wusste), wie sehr ich Erbsen verabscheute. Die Porzellanschüssel auf dem Tisch schien mich auszulachen. Warum läßt (lässt) du dir eigentlich schon seit Jahren diesen Fraß vorsetzen? Ich spürte, wie mir übel wurde.
„Ich gehe jetzt nachsehen“, erklärte ich und machte einen Schritt aus der Küche hinaus.
„Du wirst dich hüten!“
Ich verspürte, wie Annemaries Fingernägel sich in meinen Unterarm bohrten. Fragte mich, ob sie zu Handgreiflichkeiten fähig wäre, wenn ich mich weiterhin ihrem Willen widersetzte. (Ich würde die beiden Sätze auch zusammen schreiben Ich verspürte, wie Annemaries Fingernägel sich in meinen Unterarm bohrten und fragte mich, ob sie zu Handgreiflichkeiten fähig wäre, wenn ich mich weiterhin ihrem Willen widersetzte. ) Endlich ließ sie mich los.
„Was ist denn nun mit dem Essen?“ hörte ich meinen Vater von oben rufen. Dann ging ich zur Haustür und öffnete. (Auch hier aus zwei einen machen:) „Was ist denn nun mit dem Essen?“ hörte ich meinen Vater von oben rufen, dann ging ich zur Haustür und öffnete.) Endlich ließ sie mich los.

Dort draußen stand niemand. Ein kalter Dezemberwind fegte durch den steifgefrorenen Rasen, der Briefkastendeckel klapperte metallisch. (Du liebst kurze Sätze, was? Ich finde nur, wenn du den so laut liest, stockt er beim lesen. Mach mal für dich den Test, was dir besser gefällt, mit dem Komma nach Rasen oder setzt stattdessen mal ein „und“ ein, dann entscheide, wie du es machen willst)
„Was ist das denn?“, fragte Annemarie.
Auf den Stufen lag ein Päckchen, ein unförmiges schmuddeliges Etwas in Zeitungspapier eingeschlagen, nur mit einer Kordel darum. Ein Stück Papier war darunter geklemmt, wohl, damit der Wind es nicht mit sich fortreißen konnte, anscheinend sollte das ein Brief sein. Es waren nicht viele Worte, und ich mußte (musste) sie mit Mühe entziffern. Ich las:
„Sie haben mir eine große Freude gemacht mit Ihrer Einladung. Muß (Muss) Ihnen schwer gefallen sein, war wohl ein echtes Opfer. Für mich hat noch keiner ein Opfer gebracht. Ich will nicht, daß (dass) sie Ärger kriegen, und den kriegen Sie ganz sicher, wenn ich komme. Ein Geschenk für die Kleine. Frohe Weihnachten. Ich danke Ihnen. Kurt.“
Meine Frau bückte sich nach dem Päckchen, ich hatte noch nie soviel Abscheu in ihren Augen gelesen. Mit einem Ruck zerriß (zerriss) sie die alten Zeitungen und hätte beinahe aufgeschrien. Sie hielt eine nackte Puppe in der Hand, eine offensichtlich nicht mehr ganz neue Puppe. Ein Auge ging nicht mehr richtig auf und der linke Daumen war abgebrochen.
Ich stand da mit dem Brief in der Hand und schämte mich unendlich. Spürte, wie mir plötzlich ganz heiß wurde. Dieser Mann hatte sicherlich keinen Eiersalat heute abend (Abend). Wahrscheinlich nicht mal ein anständiges Bett. Und trotzdem machte er Geschenke. Erst als meine Frau an mir vorbeiging, erwachte ich aus meinen Gedanken.
„Wo willst du hin?“, fragte ich sie.
„Das siehst du doch.“ Mit spitzen Fingern trug sie die Puppe samt ihrer armseligen Verpackung zur Mülltonne.
Fast wäre ich gestürzt, als ich hinter ihr herrannte. Mit einem entschlossenen (enschlossenem) Griff entriß (entriss) ich ihr das Spielzeug.
„Das ist ein Geschenk für unsere Tochter“, brüllte ich. „Und ich werde dafür sorgen, daß (dass) sie es bekommt!“
Erst viel später fiel mir auf, daß (dass) sie mir zum ersten Mal nicht widersprochen hatte.
Erst viel später war mir bewusst geworden, dass sie mir zum ersten Mal nicht widersprochen hatte.


Du schreibst manches noch nach den alten Rechtschreibregeln. Daß anstatt dass mußte anstatt musste, ist das Absicht? Es ist nicht so wichtig, ist mir halt aufgefallen.
Ansonsten hab ich versucht kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ich hoffe du kommt mit meiner Art zurecht. Blau heißt immer ist nur ein Vorschlag entweder zu ersetzten, oder einzufügen. Weiß heißt für mich weglassen. Na ja der Rest müsste sich ergeben, ansonsten Frag einfach nach.

LG

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Birgit Böckli
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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Di Okt 21, 2008 6:34 pm

hallo Angie und Sisilia,
ganz herzlichen Dank, daß ihr euch mit meiner Geschichte beschäftigt habt.
Nun bin ich aber ein wenig in der Bredouille. Genau die Sachen, die ich absichtlich so gemacht hatte, stoßen hier auf Kritik. Die kurzen abgehackten Sätze ebenso wie die wenigen offen beschriebenen Gefühle oder auch der teilweise offene Schluß sollten eigentlich dazu dienen, ein der handlung angemessen bedrückendes Klima zu erzeugen. hat aber offensichtlich nicht geklappt. Kleinere Überarbeitungen sind natürlich kein Problem, aber hier geht es an die Substanz des Textes. Nun meine Frage:
Findet ihr den Text denn insgesamt ungeeignet, um ihn der Öffentlichkeit vorzustellen?
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heinrich k



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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Di Okt 21, 2008 7:05 pm

Hallo,

ich habe die bisherigen Kommentare nicht gelesen. Wenn sich also etwas wiederholt … ßelawie!
Hier ein paar Auszüge, welche mir aufgefallen sind:

Eigentlich stimmte das nicht ganz. Gut, er hatte Melanie rausgezogen, aber da war ich keine zehn Meter hinter ihm gewesen. (war … gewesen – eine Wortwahl die mir bei Konversation schon nicht gefällt: „Am Wochenende war ich in Zingst gewesen!“ – hört und liest sich komisch an. Vorschlag: …aber da hatte ich nur knappe zehn Meter hinter ihm gestanden.)

Außerdem führte der Bach im Augenblick kaum Wasser. Einen Schnupfen hatte sie sich bei ihrer Entenjagd geholt. Doch diese Erkenntnis war mir leider viel zu spät gekommen.(Ab „Einen Schnupfen…“: Irgendwie erklärt sich mir hier der Sinn dieses plötzlichen Gedankens nicht, wenn man die vorhergehenden Sätze hinzu nimmt.)

„Du hättest ihm Geld geben können“, fuhr (holte) Annemarie (mich) ungerührt (aus meinen Gedanken) fort.

„Solche Leute brauchen immer Geld.“
Die Wahrheit war, genau das hatte ich tun wollen. Ich sah ihn noch immer genau vor mir, einen jungen bärtigen Mann in einem langen Mantel. (Zweimal genau)

Er sagte: „Wenn Sie sich bedanken wollen, dann tun Sie es doch einfach.“
Ließ mich mit meiner Geldbörse und meiner klitschnassen Tochter auf den Armen am Ufer stehen. (Übergang „Ließ mich…“ ist knappstens, abrupt)


Drückte sie dem Jungen in die Hand.(Vorher war es ein bärtiger junger Mann= ???)



Die Geschichte ist interessant, von der Idee her nicht neu, aber doch gut umgesetzt.
Was noch fehlt ist eine tiefere Erklärung des Gefühlsumschwunges zur plötzlichen eheinternen Abneigung.

Und die Pointe der Geschichte ist für meine Begriffe nicht richtig rund.

Beste Grüße
HWHK
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Angie
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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Di Okt 21, 2008 7:59 pm

Hi Birgit,

Ich denke schon das du den Text veröffentlichen kannst. Den wie heißt es so schön Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das was mir nicht gefällt kann einen anderem ja super gut gefallen und umgekehrt Smile.

Die Stroy an sich vom Gedankengut her ist alle male Lesenswert. Ich bin halt jemand der mehr Gefühlsbeschreibungen mag, weswegen ich auch sagte das mir persönlich dort was fehlt.

Das Open End kann man auch so stehen lassen. So im nach hinein betrachtet muss ich auch ehrlich sagen, das es sogar stärker zum nachdenken anregt als ein Happy End, wo am Ende wieder diese heile Weihnachtswelt steht.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen und du bist nicht allzu entmutigt worden von uns.

Dazu kommt noch das ich nicht vom Fach bin und mich hier als rein aus der Sicht eines Lesers äußere. Ich werde auch nie allzu große Verbesserungsvorschlägen machen, weil ich der Meinung bin das können andere besser ^^. Hier und da mal wenn mir was auffällt in einzelnen Passagen. Aber sicher nie in der art wie es Sisilia tut lol! ich denke das ist ihr Job und sie macht das besser als ich study

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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Di Okt 21, 2008 8:30 pm

Hi Heinrich,

Auch wenn du mein geschreibsel nit gelesen hast, hast du so einiges bestätigt was ich auch geschrieben hatte. Ich glaub wir haben beide eine ähnliche Schreibvorliebe.

Und ich denke vortragen könntest du es bestimmt. Vorschlag Birgit... hast du es schon mal jemanden laut vorgelesen? (kann auch das Baby einer Freundin sein Laughing) Es geht beim vorlesen nur um dich.

Tu mal so, als würdest du es jemandem vorlesen oder ließ es auch jemanden vor. Wenn du beim lesen merkst, dass du irgendwie stolpersteine drin hast, würde ich es abändern, dass es sich angenehmer liest.

Ich für meinen Teil lege auf sowas viel Wert. Ich habe auch schon Sachen die ich geschrieben haben, selber als Hörbuch aufgenommen und manchmal dabei noch dinge verändert, und gedacht.. da haste aber ganz schönen Mist zusammengeschrieben.

Ich hoffe wir konnten dir dennoch helfen und haben dich nicht total verwirrt.

Liebe Grüße

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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Mi Okt 22, 2008 11:38 am

Hallo, ist da jemand? Ich hatte gestern abend schonmal eine Antwort geschrieben, aber nu isse nicht mehr da.
na klar habt ihr mir geholfen, danke auch an dich, Heinrich, für deine ehrliche Meinung. Werde es so machen wie Sisilia vorgeschlagen hat und den Text noch mal laut lesen. Den Teil, wo er sich an die Begegnung mit dem Obdachlosen erinnert, haben mehrere beanstandet, und mir gefallen diese Sätze auch irgendwie nicht richtig gut. Werde nochmal dran arbeiten.
Viele Grüße Birgit
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Mahony



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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   Sa Okt 25, 2008 12:39 am

Hallo Birgit,

ich finde die Geschichte sehr schön. Was für Ideen Du aber auch immer hast.
Der Vater ist ja ein richtiger Waschlappen, also echt mal. Auf der einen Seite wartet er ja direkt drauf, daß der Mann kommt, auf der anderen Seite hat er Angst, möchte isch aber seiner Frau gegenüber durchsetzen. Die Frau ist einfach bloß ne Zicke. Meine Güte, hat sie Angst um ihr Silber?
Aber mal ganz im Ernst gefragt: Wie würde wohl jeder von uns reagieren, wenn der Partner plötzlich ankündigt, er hat einen Obdachlosen, Bettler, Armen, Hartz IV- Empfänger, wie auch immer, eingeladen, ausgerechnet zu Weihnachten?
Ich glaube, alle hätten Bedenken... wer weiß, was das für einer ist? nachher klaut der und vielleicht isser nicht sauber, nachher kommt der immer wieder.
Deshalb denke ich, solche Geschichten sind wichtig, damit die Menschen wieder nachdenken, was wirklich Werte sind im Leben.

LG Mahony, die hoffentlich nicht zu sehr moralisiert hat)
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Birgit Böckli
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BeitragThema: Re: Kurzgeschichte Weihnachten   So Okt 26, 2008 12:25 pm

Hallo Mahony,
na da bin ich ja froh, daß dir meine Geschichte gefällt. Schönen Sonntag noch.
Du hast mein Wochenende gerettet. Smile
Liebe Grüße Birgit
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